# Das Kissenwölkchen am Mond

> Ein kleines Wölkchen am Nachthimmel wünscht sich, ein Kissen zu sein. Eine sanfte, ruhige Gute-Nacht-Geschichte über das warme Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein.

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Last updated: 2026-03-02

- Ages 3-4
- 4 min
- Magisch
- Erzähler

## Characters

- Sam (Son)

## Story

Sam lag in seinem Bettchen. Die Decke war warm und weich, bis ganz nach oben gezogen, bis unter sein Kinn. Sein Kissen war flauschig und kuschelig, weich wie eine Wolke. Und das Zimmer war still. Ganz, ganz still. Nur Sams leiser Atem war zu hören, ruhig und gleichmäßig.

Sam drehte seinen Kopf langsam zum Fenster. Draußen war der Nachthimmel dunkel und weit, so weit wie ein großes, tiefes Meer aus Blau. Und überall funkelten kleine Sternchen, wie winzige Lichter, die jemandem zublinzelten. Der Mond war groß und rund und golden, wie ein sanftes Nachtlicht, das leise und warm über allem leuchtete.

Da schwebte etwas Kleines am Himmel vorbei. Ein winziges Wölkchen, ganz allein. Es war weiß und weich und leise wie ein Flüstern. Es trieb langsam durch den weiten, dunklen Himmel und sah dabei ein bisschen verloren aus... so klein zwischen all den großen, funkelnden Sternen. Es drehte sich einmal um sich selbst, ganz sachte, als würde es suchen.

Tief in dem Wölkchen — so wie Wolken halt denken, langsam und leise und weich — war ein Wunsch. Das Wölkchen wünschte sich, weich genug zu sein, um ein richtiges Kissen zu werden. So ein weiches, flauschiges Kissen, genau wie das unter Sams Wange. Ein Kissen, auf dem jemand seinen müden Kopf legen konnte.

Und so versuchte es das Wölkchen. Es pustete sich auf, größer und größer, rund und dick wie ein Marshmallow. Aber es schwebte ja trotzdem weiter, hoch oben am Himmel. Dann trieb es hinunter zu einem großen Baum und wollte sich auf die Äste legen, ganz still... doch der Wind stupste es sanft weiter. Huiii, machte der Wind, und das Wölkchen trieb davon.

Dann schwebte das Wölkchen an Sams Fenster vorbei. Es wollte sich auf das Fensterbrett setzen und dort ruhen, ganz still und leise. Es versuchte es wirklich. Aber Wolken sind nun mal zum Schweben da. Sie können sich nicht hinsetzen, nicht liegenbleiben. Und so trieb das kleine Wölkchen leise weiter, immer weiter, durch die stille Nacht.

Sam wurde müde. Seine Augen wurden schwer, so schwer wie kleine Steinchen. Er drückte seine Wange tiefer in sein weiches Kissen und gähnte einmal, ganz langsam. Und dann zog ein schläfriger Gedanke durch seinen Kopf, leise und sanft, wie ein Blättchen, das durch die Luft schwebt...

Der große, runde, leuchtende Mond... ruhte ganz sanft an dem kleinen Wölkchen. Er lehnte sich an, weich und still und schwer, genau so, wie Sam sich in sein Kissen lehnte. Das Wölkchen trug den Mond, hielt ihn, ganz sacht.

Das kleine Wölkchen war schon die ganze Zeit ein Kissen gewesen. Ein Kissen für den Mond. Es hatte die ganze Zeit genau das Richtige getan. Es musste gar nichts anderes werden. Es war schon genau richtig, so wie es war.

Und das Wölkchen spürte es auch — dieses warme, stille Gefühl, genau da zu sein, wo man hingehört. Es suchte nicht mehr. Es ruhte und trieb sanft dahin, und der Mond lehnte sich weich an seine Seite. Die Sternchen funkelten leise rundherum, als würden sie nicken und flüstern: Ja, genau so ist es richtig.

Sams Augen fielen zu. Sein Atem wurde langsam und ruhig. Das Fenster war ein weiches, dunkles Viereck voll Stille. Draußen war alles sanft und ruhig und still. Der Mond ruhte auf seinem Wölkchen. Sam ruhte auf seinem Kissen. Und alles war still. Ganz still. Gute Nacht, kleines Wölkchen. Gute Nacht, Sam.

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